Projekte

Die Akademie für Ganztagsschulpädagogik hat im Rahmen des Betreuungsund Bildungsangebotes ›school-in‹ das Konzept der Lernwerkstatt Projektarbeit entwickelt und erprobt. Hier können sich in einem Bündel aus thematisch unterschiedlichen Projekten Regelunterricht und Lebenspraxis treffen. Die Projektarbeit wird unterrichtsbegleitend und fächerübergreifend durchgeführt. Grundlage des Konzeptes ist das Ziel, Struktur und Planung mit eigenem Spielraum und Entscheidungsmöglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen zu verbinden. Interessenorientiert werden in der Projektwerkstatt Neigungen, Fähig- und Fertigkeiten trainiert, die im späteren Berufsleben neben den fachlichen Kompetenzen von großer Bedeutung sind: Teamfähigkeit, Ideen zur Aufgabenlösung, Kreativität und vieles mehr werden in Einzelprojekten geschult und gefördert.


P R O J E K T B E I S P I E L E

Schülerzeitung

Ziel dieses Projektes ist das Erstellen einer Schülerzeitung mit Schlagzeilen, Artikeln, Berichten, Interviews und Bildern. Für die Recherche werden Nachrichten ausgewertet und in eigene Texte und Bilder übersetzt. Gemeinsam werden zunächst der Name und das Logo der Zeitung entworfen, besprochen und erarbeitet. In kleinen Teams werden einzelnen Beiträge ausgewählt, miteinander besprochen und ausgearbeitet, um später gemeinsam in der Redaktionssitzung demokratisch darüber abstimmen zu können.

Geschult werden bei dem Projekt Schülerzeitung zielorientiertes Arbeiten, Teambildung und Teamarbeit, freies Reden sowie Dialogführung, Recherchefähigkeiten und Schreiben in verschiedenen Genres, und
Umgang mit verschiedenen Computerprogrammen.


Mein Buch, Dein Buch. Ein Klasse(n)buch

Ein Buch zu schreiben ist für viele Menschen auch heute noch ein großer Traum. Wie entsteht ein Buch? Wie kommen die Bilder in das Buch? Welche Berufe sind beteiligt, wenn es darum geht, ein Buch auf den Markt zu bringen? Wer bekommt wie viel Geld vom Verkaufspreis? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigen sich die Jungautorinnen und Jungautoren in diesem Projekt. Aber nicht nur das – gemeinsam in der Ganztagesklasse schreiben sie ein Buch. Alle Schülerinnen und Schüler der Klasse oder Gruppe verfassen eine eigene Geschichte, zeichnen und malen Bilder dazu oder reichen Fotografien für das Buch ein. Gemeinsam wird Korrektur gelesen und die Auswahl der Bilder getroffen. Zum Abschluss des Projektes werden das Layout des Innenteils, die Umschlagseiten und der Klappentext entworfen, bevor das fertige Manuskript beim Verlag eingereicht werden kann.


fun-reader

Lesende Kinder werden gebildete Erwachsene – dies ist die Maxime für das Projekt fun-reader – Jugendlesepaten an Schulen. Jugendliche werden zu Jugendlesepaten ausgebildet, die direkt an der Schule mit ihrem Partner Lesestunden verbringen. Die Grundidee ist nicht neu: Jugendliche kümmern sich um Kinder. Das Neue daran ist, dass es sich um individuelle Leseförderung ›1:1‹ handelt und die Beteiligten ein Team bilden, also Partner sind. Das Team besteht aus einem ausgebildeten Jugendlesepaten und dem Schüler als Lesepartner.

Einmal in der Woche treffen sich die Leseteams, um miteinander zu lesen, kreativ zu sein und sich mit Literatur zu beschäftigen. Nach der Konzeptionsphase des Projektes erfolgt die Ausbildung der Schüler zu Jugendlesepaten durch externe Fachkräfte aus dem fun-reader-Projekt. Die anschließende Betreuung der Jugendlesepaten findet in der Schule durch das fun-reader-Team in Kooperation mit dem Fachbereichsleiter Deutsch statt. Im zweiten Schritt fungieren die Jugendlichen als Jugendlesepaten und arbeiten wöchentlich einmal mit einem Lesekind.

Das Projekt fun-reader ist multilingual angelegt. Das heißt, einige fun-reader führen die Lesestunde in einer Fremdsprache durch, auch mit entsprechendem Lesestoff aus der Schulbücherei. Die Sprachen werden von den Teams ausgesucht.


Küchenflegel

Schulverpflegung bedeutet mehr als Nahrungsaufnahme. Sie bietet die Chance für ein gesundheits- und umweltbewusstes Miteinander vieler Beteiligter. Das Konzept für den Küchenflegel ist das Ergebnis einer im Rahmen von school-in durchgeführten zweijährigen Entwicklungs- und Evaluationsphase mit Schülern an der Mittel- und Realschule Gräfenberg in Zusammenarbeit mit der Sozialstation der Diakonie Gräfenberg und der Küche Mostviel. Als Grundlagen dienen vor allem der Qualitätsrahmen für Ganztagsschulen des Staatsinstituts für Schulentwicklung und Bidungforschung (ISB) und der Qualitätsstandard für Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Der Speiseplan in der Schule wird flexibel und abwechslungsreich auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler abgestimmt.Regelmäßig wird das Essen durch die Schülerinnen und Schüler bewertet; Wunschlisten werden erstellt. Basiskriterien für die Auswahl und Verarbeitung der Speisen sind: Frische und Qualität, Kontrollierte/ökologische Anbauweise aus der Region, saisonale Angebote, fettarme Speisen, schonende Zubereitung, vitaminreiche und ausgewogene Produkte, Verzicht auf Zusatzstoffe bei der Zubereitung. Das tägliche Menü besteht aus drei aufeinander abgestimmten Komponenten: eine Tagessuppe (Gemüsesuppe, Nudel- oder Reissuppe etc.), eine Hauptmahlzeit mit Salat oder Rohkost, ein Dessert (Obst, Milchprodukte, Süßspeisen ect.).

In die Projektarbeit der Schülerinnen und Schüler wird das Konzept Küchenflegel u.a. durch ›Aktionstage‹ einbezogen: An ›Nobeltagen‹ z.B. werden von den Schülerinnen und Schülern die Tische auf besondere Weise für ihre Mitschüler eingedeckt und dekoriert; an ›Kann-ich-Tagen‹ kochen und backen die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung selbst.

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Graffiti

›Sprayer‹ gelten oft als eine dekadente, ja zerstörerische Spezies von Jugendlichen. Und in der Tat finden sich, besonders in Städten, viele Beispiele für illegale Graffiti im öffentlichen Raum. Doch Graffiti ist auch eine künstlerische Darstellungsform mit einer Faszination, die auch in Ganztagsschulen genutzt werden kann. Beim Projekt Graffiti lernen die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung die Besonderheiten dieser Kunst kennen.

Zunächst gibt es eine Einführung und erste Versuche im Umgang mit Graffiti-Sprühdosen. Auch die richtige Handhabung, die Gefahren und die Möglichkeiten von Graffiti werden hier diskutiert. Ideal ist es, wenn auf dem Schulgrundstück Flächen vorhanden sind, die von den Kindern und Jugendlichen auf diese Weise gestaltet werden können. Graffiti kann aber auch auf Papier oder Pappe entstehen und so eine mobile Ausstellung ermöglichen.

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Länder-Kultur-Wochen

Die Welt rückt näher zusammen, die medialen Möglichkeiten sind schier unbeschränkt. Trotzdem hat die Faszination, Kulturen hautnah zu erleben, große Anziehungskraft behalten. Im Länder-Kultur-Wochen-Projekt können die Schülerinnen und Schüler Länder nicht nur im Film oder auf der Landkarte erleben, sondern kommen in Kontakt mit Menschen aus fremden Ländern, die ihre Kultur im Klassenzimmer vorstellen.
Jeweils für eine Woche steht das gewählte Land mit Informationen über Geographie, Religion, Esskultur, Literatur, Mode und Besonderheiten im Mittelpunkt. Die Teilnehmer können Fragen stellen, Vergleiche ziehen und durch handwerkliche oder künstlerische Arbeiten den Bezug zum jeweiligen Land vertiefen.

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Schulgarten

Wie leben wir? Wo kommen die Dinge her, die wir täglich brauchen und verwenden? Hat unsere Art zu leben Auswirkungen? Das Projekt Schulgarten kann dazu beitragen, Antworten auf diese Fragen zu finden. Im
Schulgarten werden Schülerinnen und Schüler aktiv. Hier planen, gestalten und setzen die Ganztagsschüler ihre Ideen zur Umweltkompetenz um und gestalten ihren Schulgarten. Zur Umsetzung und Durchführung von Umweltprojekten öffnet sich die Schule nach außen und kooperiert mit Behörden und Institutionen sowie Experten aus dem Schulumfeld. Die Unterrichtsfächer Geographie, Kunst, Deutsch, Mathematik, Werken und Technik sowie Religion können hier in vielfältiger Weise involviert werden.

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